Fortbildung für Feuerwehrangehörigen der Verbandsgemeinde Göllheim zu Sonder- und Wegerechten sowie dem Betreten von Wohnungen im Einsatzfall

Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Göllheim führte gemeinsam mit der Polizeiinspektion Kirchheimbolanden eine Fortbildungsveranstaltung zu rechtlichen Grundlagen im Feuerwehreinsatz durch. 

Ziel der Schulung war es, die Einsatzkräfte für wichtige rechtliche Fragestellungen im Einsatzalltag zu sensibilisieren und ihnen mehr Handlungssicherheit zu vermitteln.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Themen „Sonder- und Wegerechte“ sowie das „Betreten und Öffnen von Wohnungen im Rahmen eines Einsatzes“. Vertreter der Polizei erläuterten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausführlich die gesetzlichen Grundlagen und gingen dabei insbesondere auf praktische Einsatzsituationen ein, wie sie Feuerwehr und Polizei regelmäßig begegnen.

Es wurden auch die Unterschiede zwischen Sonderrechten und Wegerechten erklärt. Dabei wurde verdeutlicht, unter welchen Voraussetzungen Einsatzfahrzeuge von den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung abweichen dürfen und welche Verantwortung die Fahrzeugführer dabei tragen. Die Referenten machten deutlich, dass Sonderrechte zwar notwendige Maßnahmen zur schnellen Hilfeleistung ermöglichen, gleichzeitig jedoch stets mit besonderer Vorsicht und unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit angewendet werden müssen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Nutzung von Blaulicht und Martinshorn im Straßenverkehr. Anhand verschiedener Beispiele aus der Praxis wurde aufgezeigt, welche Rechte Einsatzkräfte besitzen und welche Pflichten weiterhin bestehen. 

Besonders hervorgehoben wurde, dass trotz Sonder- und Wegerechten die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer oberste Priorität hat.

Im zweiten Teil der Veranstaltung befassten sich die Teilnehmer mit dem rechtlich sensiblen Thema des Betretens von Wohnungen und Gebäuden im Einsatzfall. Die Polizei erläuterte hierbei die gesetzlichen Befugnisse der Feuerwehr, beispielsweise bei Gefahr im Verzug, ausgelösten Rauchwarnmeldern oder vermuteten hilflosen Personen hinter verschlossenen Türen. Ebenso wurde dargestellt, wann ein Betreten rechtlich zulässig ist und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen.

Anhand realitätsnaher Fallbeispiele wurden mögliche Einsatzlagen gemeinsam besprochen und bewertet. Die Teilnehmer hatten dabei die Gelegenheit, Fragen aus der Praxis einzubringen und Erfahrungen auszutauschen. 

Die enge Zusammenarbeit zwischen Polizei und Feuerwehr wurde hierbei besonders positiv hervorgehoben.

Der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Göllheim bedankt sich bei den Kollegen der Polizeiinspektion Kirchheimbolanden für die informative und praxisnahe Durchführung der Fortbildung. 

Solche gemeinsamen Veranstaltungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Aus- und Weiterbildung der Einsatzkräfte und stärken gleichzeitig die Zusammenarbeit der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.

Durch die vermittelten Inhalte konnten die Teilnehmer ihr Wissen im Bereich der rechtlichen Grundlagen erweitern und ihre Handlungssicherheit für zukünftige Einsätze weiter verbessern.

Gefahren von Wald- und Vegetationsbränden

Wald- und Vegetationsbrände gehören zu den größten Naturgefahren unserer Zeit. Sie zerstören nicht nur Wälder und Lebensräume vieler Tiere, sondern bedrohen auch Menschen, Häuser und wichtige Infrastruktur. Besonders in den vergangenen Jahren ist die Zahl solcher Brände deutlich gestiegen. Ursache dafür sind sowohl fahrlässiges Verhalten von Menschen als auch die Folgen des Klimawandels.

Viele Wald- und Vegetationsbrände entstehen durch menschliche Unachtsamkeit. Bereits eine weggeworfene Zigarette, ein nicht vollständig gelöschtes Lagerfeuer oder Funken von Fahrzeugen und Maschinen können trockene Pflanzen entzünden. Gerade in heißen Sommermonaten reichen oft schon kleine Zündquellen aus, damit sich ein Feuer rasend schnell ausbreitet. Auch Brandstiftung spielt immer wieder eine Rolle. Besonders gefährlich ist dabei, dass sich Feuer bei starkem Wind innerhalb kurzer Zeit auf große Flächen ausdehnen kann.

Für die Feuerwehren wird die Bekämpfung solcher Brände immer schwieriger. Extreme Hitze, dichter Rauch und schwer zugängliches Gelände erschweren die Löscharbeiten erheblich. Oft fehlt außerdem ausreichend Löschwasser, insbesondere in abgelegenen Waldgebieten. Hinzu kommt, dass sich Brände durch Wind ständig verändern und neue Glutnester entstehen. Feuerwehren müssen deshalb immer häufiger Spezialfahrzeuge, Tanklöschfahrzeuge oder sogar Hubschrauber einsetzen. Die Einsätze dauern oftmals viele Stunden oder sogar mehrere Tage.

Ein aktuelles Beispiel dafür war der große Vegetationsbrand bei Kaiserslautern im April 2026. Im Waldgebiet nahe der Autobahn A63 bei Mehlingen breitete sich das Feuer innerhalb kurzer Zeit massiv aus. Anfangs brannten etwa 2.000 Quadratmeter, doch durch starken Wind vergrößerte sich die Fläche schnell auf mehrere Hektar. Zahlreiche Feuerwehren, unter anderem aus der Verbandsgemeinde Göllheim und Winnweiler (Donnersbergkreis), waren im Einsatz, die Autobahn musste zeitweise vollständig gesperrt werden. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Nacht an. Besonders schwierig waren dabei die starke Rauchentwicklung, die große Hitze und die Versorgung mit Löschwasser. Dieses Beispiel zeigt deutlich, wie gefährlich Wald- und Vegetationsbrände geworden sind.

Um solche Katastrophen zu verhindern, ist ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur besonders wichtig. Gleichzeitig müssen Feuerwehren besser ausgestattet werden, um den steigenden Herausforderungen durch Trockenheit und Klimawandel begegnen zu können.

Erfolgreicher Atemschutzgeräteträger Lehrgang

Erfolgreich abgeschlossen haben diese Woche die Kameraden Timo Schmeiser und Sebastian Weber, aus der Feuerwehreinheit Einselthum und Marcus Braun, aus Weitersweiler, den Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger. 

Die Kreisausbildung wurde am Standort der Stützpunktfeuerwehr Winnweiler angeboten, die praktischen Ausbildungsabschnitte wurden auf der Atemschutzübungsstrecke in Eisenberg absolviert.

(Foto v.l.n.r. Timo Schmeiser, Sebastian Weber, Marcus Braun)

Wehrführerdienstbesprechung

In der Frühjahresdienstbesprechung der Wehrführer und Funktionsträger unserer Feuerwehr, konnten auch wieder Verpflichtungen, Bestellungen und Ernennungen vorgenommen werden. 

Die Dienstbesprechungen dienen in erster Linie der Bekanntgabe, aktueller Informationen und dem gemeinsamen Austausch zwischen Verbandsgemeindeverwaltung, Wehrleitung,  Wehrführern, sowie den Funktionsträgern aller Fachbereiche. Umso schöner, wenn die Veranstaltung durch ein kleines Rahmenprogramm abgerundet wird.

Verpflichtet für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr wurde Noah Bürcky, David Gabrisch, Jonas Molter, Kathrin Molter, Nelia Schneider und Anne Dilg. Alle werden nun die Feuerwehreinheiten ihrer Ortsgemeinde aktiv unterstützen.

Neben den Verpflichtungen konnte auch Jan Gaß (Feuerwehreinheit Standenbühl) zum stellvertretenden Leiter Atemschutz der Verbandsgemeinde Göllheim bestellt werden. Er wird gemeinsam mit Michael Strack (Feuerwehreinheit Albisheim) nun alles rund um das Thema Atemschutz und unsere Atemschutzgeräteträger verantworten. 

Nach Abschluss der erforderlichen Ausbildungen, wurde Andreas Pohlmann zum Gruppenführer bestellt und zum Wehrführer der Feuerwehreinheit Standenbühl ernannt. 

Die Wahl zum Wehrführer fand bereits 2024 statt, da zu dieser Zeit die erforderliche Ausbildung noch nicht vollständig abgeschlossen war, erfolgte hier nur die kommissarische Übernahme der Funktion.

Fahrzeugsegnung – Feuerwehreinheit Dreisen

Eine etwas andere Indienststellung von Einsatzfahrzeugen fand in der vergangenen Woche bei der Feuerwehreinheit Dreisen statt. Das seit vielen Jahren in Dreisen stationierte Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W), wurde durch ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 10) und einen Mannschaftstransportwagen (MTW) abgelöst. In einem ökumenischen Gottesdienst wurden erstmals in der Verbandsgemeinde Göllheim Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr mit einem Segen in Dienst gestellt.

Begleitet von Grußworten durch die Wehrführung, um Christopher Molter und Thorsten Kaufhold, sowie der Ortsbürgermeisterin Kathrin Molter, wurden Mannschaft und Gerät sowohl durch die protestantische und katholische Kirche gesegnet.

Wehrführerwahl in Lautersheim

Im April 2026 konnte die Wahl einer neuen Wehrführung der Feuerwehreinheit Lautersheim erfolgen. Nach dem in den vergangenen Jahren die Personalstärke stets rückläufig gewesen ist und die lautersheimer Feuerwehreinheit kurz vor der Schließung stand, konnte diese dank des Engagements und der Bereitschaft neuer und begeisterter Frauen und Männer der Ortsgemeinde verhindert werden.

So formte sich im Verlauf der vergangenen Monate eine „neue“ Mannschaft. Hier galt es nun, wie auch in allen anderen Feuerwehreinheiten, eine Wehrführung zu wählen. Bürgermeister Steffen Antweiler, wie auch Ortsbürgermeister Thomas Mattern dankten der neuen Mannschaft für den Dienst an der Allgemeinheit.

Zum Wehrführer wurde Udo Krauß gewählt. Udo der bereits in der Vergangenheit die Ausbildung zum Gruppenführer absolviert hat, konnte am Wahlabend bereits zum Wehrführer ernannt werden. Philipp Freiberger der zum stellvertretenden Wehrführer gewählt wurde, wird nach der bereits erfolgreich abgeschlossenen Truppmann-Ausbildung im vergangenen Jahr, die Lehrgänge zum Truppführer und Gruppenführer beim Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz besuchen.

Erfreulicherweise konnten in Verbindung mit der Wahlveranstaltung auch weitere Kameraden für den Feuerwehrdienst verpflichtet werden. Der Feuerwehreinheit Lautersheim gehören nun auch offiziell an: Liam Haag, Hubert Haag, Roman Hochstetter und Michael Schwind.

Felix Kasch – neuer Maschinist der Feuerwehreinheit Biedesheim

Die Feuerwehreinheit in Biedesheim kann sich über einen weiteren ausgebildeten Maschinisten freuen! An den vergangenen drei Wochenende hat unser Kamerad Felix Kasch an der, in Winnweiler durchgeführten, Kreisausbildung teilgenommen.

Im Maschinistenlehrgang geht es rund um das Thema Technik. Die Bedienung der Tragkraftspritze, die Handhabung der Notstromgeneratoren, aber auch das Führen von Einsatzfahrzeugen standen auf dem Stundenplan.

Nach dem erfolgreichen Abschluss aller Prüfungsteile konnten die Teilnehmer aus dem gesamten Donnersbergkreis ihre Urkunde in Empfang nehmen.

Landesweiter Warntag 2026 – Rheinland-Pfalz

Am 12. März 2026 findet des landesweite Wantag in Rheinland-Pfalz statt. Angelehnt an den Ablauf des Bundesweiten Warntages erfolgt die Probewarnung am Landesweiten Warntag RLP jedoch gegen 10:00 Uhr und die Entwarnung gegen 10:45 Uhr. Über verschiedenste Wege erfolgt gier die Warnung der Bevölkerung, unter anderem die bekannten Warn-Apps NINA und Katwarn, aber auch Cell Broadcast.

Warn-Apps

NINA

Mit der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-App NINA, erhalten Sie wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen, wie zum Beispiel Gefahrstoffausbreitung oder einen Großbrand. Seit Juli 2025 erhalten Sie in einem neuen Warnbereich Warnmeldungen der Polizei für besondere polizeiliche Lagen, wie beispielsweise die Androhung von Gewalttaten, wie Bombendrohung oder die Warnung vor gefährlichen Straftätern, nach denen öffentlich gefahndet wird. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer sind ebenfalls in die Warn-App integriert.

Abonnieren Sie Gebiete und Orte, für die Sie gewarnt werden möchten: Landkreise, Gemeinden oder Umkreise von einem oder neun Quadratkilometer um einen frei wählbaren Ort sind möglich.

Sonst erhalten Sie keine Warnung der Warn-App NINA auf Ihr Smartphone. Am besten abonnieren Sie zum Beispiel den Wohnort und den Ort Ihres Arbeits- oder Ausbildungsplatzes.

Quelle und weitere Informationen: BBK

KATWARN

Ob Brände, schwere Unwetter oder unerwartete Gefahrensituationen – damit wir von Katastrophen möglichst verschont bleiben, gibt es das Warnsystem KATWARN.

KATWARN leitet offizielle Warnungen und Handlungsempfehlungen an die betroffenen Menschen. Über Inhalt, Zeitpunkt und Umfang entscheiden allein autorisierte Behörden und Sicherheitsorganisationen.

Das alles kann KATWARN:

  • Ortsbezogene Warnungen
  • Themen- bzw. Anlassbezogene Warnungen
  • Anlassbezogene Warnungen
  • Flächenbasierte Warnungen
  • Deutschlandweite Warnübersicht
  • Weiterleiten und Teilen von Warnungen
  • Persönlicher Testalarm

KATWARN wurde entwickelt vom Fraunhofer-Institut FOKUS im Auftrag der öffentlichen Versicherer.

Quelle und weitere Informationen: KATWARN

Feuerwehrhäuser mit Notstromaggregaten ausgestattet

In den vergangenen Wochen konnten die Feuerwehrgerätehäuser in der Verbandsgemeinde Göllheim technisch ertüchtig werden. Da die Standorte unserer Feuerwehren, insbesondere beim Stromausfall, als Anlaufstelle für die Bevölkerung zur Verfügung stehen, wurde hier die technische Ausstattung, neben derer die die Einsatzfahrzeuge beinhaltet, erweitert.

An den Feuerwehrstandorten steht nun ein eigener Stromerzeuger samt Zubehör zur Verfügung!

Technische Defekte oder Unwetter Ereignisse sorgten in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder für glücklicherweise nur kurzzeitige, aber auch oft flächendeckende Stromausfälle. Mit der Erweiterung der Ausstattung kann hier ein weiteres Stück Sicherheit gewährleistet werden.