Hitzewelle fordert Feuerwehren der VG Göllheim

Vom Waldbrand in Cochem-Zell bis zu Vegetationsbränden vor der eigenen Haustür – Ehrenamtliche Einsatzkräfte im Dauereinsatz

Die vergangenen zwei Wochen haben die Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Göllheim und darüber hinaus deutlich gefordert. Die anhaltende Hitze, hohe Temperaturen und ausgetrocknete Vegetation sorgten für eine Vielzahl von Brandeinsätzen in der Region. Gleichzeitig waren Einsatzkräfte aus der VG Göllheim überörtlich gefordert und unterstützten Feuerwehren im gesamten Donnersbergkreis sowie bei größeren Schadenslagen in Rheinland-Pfalz.

Besonders deutlich wurde die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr beim überörtlichen Einsatz des TLF 3000 (RLP) im Landkreis Cochem-Zell. Das Tanklöschfahrzeug wurde im Rahmen der überörtlichen Hilfe bei den dortigen Waldbränden eingesetzt. Die Einsatzkräfte mussten sich dabei auf schwierige Bedingungen einstellen, hohe Temperaturen, trockene Vegetation und teilweise unwegsames Gelände stellen bei Waldbränden besondere Anforderungen an Mensch und Technik.

Der Einsatz im Landkreis Cochem-Zell steht dabei stellvertretend für eine Entwicklung, die Feuerwehren in Rheinland-Pfalz zunehmend beschäftigt. Nach Angaben des Innenministeriums gab es allein zwischen dem 30. Juni und dem 17. August 2026 insgesamt 41 einsatzbezogene Lagemeldungen des Landes im Zusammenhang mit Wald-, Flächen- und Vegetationsbränden. Die Einsatzlagen waren dabei teilweise großflächig und dynamisch.

Viele Einsätze in der eigenen Region

Auch die Feuerwehren rund um Göllheim blieben von der außergewöhnlichen Trockenheit nicht verschont. In den vergangenen Wochen kam es zu zahlreichen Vegetationsbränden im Donnersbergkreis und den angrenzenden Bereichen. Einsatzkräfte aus der VG Göllheim unterstützten dabei unter anderem bei Bränden in der VG Winnweiler, Kirchheimbolanden, Leininger Land und im eigenen Verbandsgemeindegebiet.

Die Einsatzübersicht der Feuerwehr VG Göllheim zeigt eindrucksvoll, wie häufig die Einheiten in dieser Zeit zu Vegetations- und Brandeinsätzen alarmiert wurden. Neben Einsätzen auf der BAB 63 und im Bereich Winnweiler waren unter anderem auch Einsatzstellen in Steinbach, Orbis, Börrstadt, Kirchheimbolanden und Quirnheim zu bewältigen.

Die vergangenen Wochen haben erneut gezeigt, wie schnell sich Vegetationsbrände bei diesen Wetterbedingungen entwickeln können. Eine scheinbar kleine Rauchentwicklung kann innerhalb kurzer Zeit zu einer größeren Einsatzlage führen. Trockene Wiesen, Böschungen, Felder und Waldbereiche bieten dem Feuer ausreichend Nahrung, während Wind und hohe Temperaturen die Ausbreitung zusätzlich begünstigen.

Neben den Vegetationsbränden mussten die Feuerwehren weitere Einsatzlagen bewältigen. Dazu gehörten unter anderem ein Pkw-Brand auf der BAB 63 im Bereich der Baustelle Richtung Kaiserslautern, bei dem aufgrund der besonderen Verkehrssituation zusätzliche Herausforderungen bestanden, sowie ein gemeldeter Dachstuhlbrand.

Auch technische Hilfeleistungen und Einsätze aufgrund von Störungen der Infrastruktur gehörten zum Einsatzgeschehen. Mehrere Stromausfälle und ein Kommunikationsausfall im Ortsgebiet von Göllheim beschäftigte die Einsatzkräfte. Gerade solche Lagen zeigen, dass Feuerwehrarbeit längst nicht nur aus Brandbekämpfung und technischer Hilfeleistung besteht. Bei einem Ausfall der regulären Kommunikationswege kommt der Feuerwehr als Anlaufstelle für die Bevölkerung und als Bestandteil der kommunalen Gefahrenabwehr eine besondere Bedeutung zu.

Besonders bemerkbar machte sich die Wetterlage auch in Rüssingen. Ein Blitzeinschlag sorgte dort zeitweise für einen Ausfall von Stromversorgung und Kommunikation. Für die Bevölkerung bedeutete dies eine erhebliche Einschränkung, während gleichzeitig die Feuerwehr gefordert war, die Situation zu erkunden und die notwendigen Maßnahmen einzuleiten.

Solche Ereignisse zeigen, wie unterschiedlich sich die Folgen extremer Wetterlagen darstellen können. Während auf der einen Seite die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden steigt, können Gewitter auf der anderen Seite innerhalb weniger Sekunden technische Infrastrukturen beeinträchtigen und neue Einsatzlagen schaffen.

Überörtliche Hilfe funktioniert – weil Menschen bereitstehen

Dass auch bei größeren Schadenslagen schnell Unterstützung zur Verfügung steht, ist keine Selbstverständlichkeit. Hinter jedem Einsatzfahrzeug stehen ehrenamtliche Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner, die ihre Freizeit, ihre Arbeitskraft und nicht selten viele Stunden Schlaf für den Schutz der Bevölkerung einsetzen.

Die vergangenen zwei Wochen haben dies besonders deutlich gemacht. Während das TLF 3000 (RLP) im Landkreis Cochem-Zell bei einem Waldbrand eingesetzt wurde, rückten die Einheiten der VG Göllheim gleichzeitig zu Einsätzen in der eigenen Verbandsgemeinde und im Donnersbergkreis aus. Die Feuerwehr musste dabei immer wieder zwischen verschiedenen Einsatzarten wechseln – vom Vegetationsbrand über den Fahrzeugbrand bis hin zu technischen Hilfeleistungen und Störungen der Infrastruktur.

Diese überörtliche Zusammenarbeit ist ein wichtiger Bestandteil des Bevölkerungsschutzes. Auch bei früheren größeren Brandlagen waren Kräfte aus der VG Göllheim gemeinsam mit anderen Feuerwehren des Donnersbergkreises im Rahmen der überörtlichen Hilfe im Einsatz.

Die Bilanz der vergangenen Hitzewelle macht damit zweierlei deutlich. Die Anforderungen an die Feuerwehren steigen und gleichzeitig funktioniert die Zusammenarbeit über Gemeinde und Kreisgrenzen hinweg.

Ein besonderer Dank gilt deshalb allen Feuerwehrangehörigen, die in den vergangenen Wochen bei teilweise extremen Temperaturen zahlreiche Stunden im Einsatz waren und damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung geleistet haben.

Hohe Temperaturen und anhaltende Trockenheit: Die Feuerwehr der VG Göllheim ruft zu besonderer Vorsicht auf

Für die kommenden Tage werden erneut sehr hohe Temperaturen erwartet. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer anhaltenden Hitzebelastung. Gleichzeitig herrscht aufgrund der trockenen Witterung ein sehr hohes Risiko für Vegetationsbrände. Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Göllheim appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger, umsichtig zu handeln und auf mögliche Gefahren zu achten.

Die ausbleibenden Niederschläge und die hohen Temperaturen haben Wiesen, Felder und Waldflächen stark ausgetrocknet. Bereits kleinste Zündquellen – beispielsweise achtlos weggeworfene Zigaretten, Funken oder offenes Feuer – können ausreichen, um einen Flächen- oder Waldbrand auszulösen. Solche Brände entwickeln sich bei den aktuellen Wetterbedingungen häufig innerhalb weniger Minuten und breiten sich mitunter rasch aus.

Die Feuerwehr bittet deshalb eindringlich darum, auf offenes Feuer in der Natur zu verzichten, ausschließlich an dafür freigegebenen Plätzen zu grillen, keine glimmenden Gegenstände achtlos zu entsorgen und Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras oder Stoppelfeldern abzustellen. Ebenso wichtig ist es, Waldwege und Zufahrten jederzeit für Einsatzfahrzeuge freizuhalten.

Neben der erhöhten Brandgefahr stellt die anhaltende Hitze auch eine erhebliche Belastung für die Gesundheit dar. Besonders ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder sowie Personen mit Vorerkrankungen sind gefährdet. Ausreichendes Trinken, das Meiden der direkten Mittagssonne und regelmäßige Aufenthalte an kühlen Orten können helfen, hitzebedingte Gesundheitsprobleme zu vermeiden. Die Feuerwehr bittet zudem darum, auf Mitmenschen zu achten – insbesondere auf alleinlebende oder hilfsbedürftige Personen. Oft genügt ein kurzer Besuch oder ein Anruf, um sicherzustellen, dass es ihnen gut geht.

„Gerade in Zeiten extremer Hitze kommt es auf Aufmerksamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme an. Jeder kann mit seinem Verhalten dazu beitragen, Brände zu verhindern und Menschen zu schützen“.

Sollten Sie Rauch, Flammen oder eine ungewöhnliche Rauchentwicklung feststellen, zögern Sie nicht und wählen Sie sofort den Notruf 112. Gleiches gilt, wenn eine Person Anzeichen eines medizinischen Notfalls infolge der Hitze zeigt, beispielsweise Bewusstseinsstörungen, starke Kreislaufprobleme oder Symptome eines Hitzschlags. Eine frühzeitige Alarmierung ermöglicht schnelle Hilfe und kann entscheidend dazu beitragen, Menschenleben zu retten und größere Schäden zu verhindern.

Die Feuerwehr wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern eine sichere Sommerzeit und bedankt sich für verantwortungsvolles Handeln. Gemeinsam können wir dazu beitragen, Brände zu vermeiden, Leben zu schützen und die Auswirkungen der aktuellen Hitzelage so gering wie möglich zu halten.

Erfolgreiche Truppführerausbildung abgeschlossen

Die Feuerwehreinheit Zellertal freut sich über zwei weitere erfolgreich ausgebildete Truppführerinnen: Petra Kuntz und Svenja Kuntz haben den Truppführerlehrgang mit Erfolg abgeschlossen.

Der Lehrgang umfasst mindestens 35 Unterrichtsstunden und baut auf der Grundausbildung (Truppmann Teil ein und zwei) sowie weiteren feuerwehrtechnischen Lehrgängen auf. Ziel ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu zu befähigen, einen Trupp innerhalb einer Gruppe oder Staffel eigenverantwortlich nach Auftrag zu führen. Zu den Ausbildungsinhalten gehören unter anderem Rechtsgrundlagen, Einsatzlehre, Gefahren an Einsatzstellen, Brandbekämpfung, Technische Hilfeleistung, Feuerwehrtechnik sowie praktische Einsatzübungen.

Mit dem erfolgreichen Abschluss haben Petra und Svenja Kuntz einen Meilenstein in ihrer feuerwehrtechnischen Ausbildung erreicht. Herzlichen Glückwunsch!

Gefahrstoffzug Donnersbergkreis übt radiologische Kontamination am Freizeitgelände Einselthum

Am 30. Mai fand am Freizeitgelände in Einselthum eine Übung des Gefahrstoffzugs Donnersbergkreis statt. 

Insgesamt waren 45 Feuerwehrangehörige an der Übung beteiligt. Der Gefahrstoffzug des Donnersbergkreises setzt sich aus den Teileinheiten Rockenhausen, Kirchheimbolanden, Alsenz, Gonbach, Eisenberg und Zellertal zusammen. 

Im Mittelpunkt der Übung stand ein anspruchsvolles Szenario mit einer angenommenen radioaktiven Kontamination durch einen pulverförmigen Stoff.

Die Übungslage sah vor, dass in einer Grillhütte in einem illegalen Labor von Jugendlichen ein unbekanntes Pulver freigesetzt wurde. 

Die jugendlichen Darsteller wurden dabei verletzt. Zwei flüchteten über eine angrenzende Wiese, einer blieb verletzt in dem Labor zurück.

Ziel der Übung war es, das taktische Vorgehen bei einer möglichen Kontaminationslage, die Raumordnung, das Messen, die Menschenrettung sowie die Dekontamination unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren. 

Besonders im Fokus stand die enge Zusammenarbeit der einzelnen Teileinheiten des Gefahrstoffzugs.

Während der Gefahrstoffzugführer die Einsatzabschnitte strukturierte, übernahmen die Teileinheit Messen die Erkundung und Eingrenzung der angenommenen Kontamination. 

Dabei mussten Messungen mit speziellen Messgeräten festgelegt werden um eine mögliche Kontaminationsverschleppung zu erkennen und den Absperrbereich festzulegen.

Parallel dazu bereiteten weitere Kräfte die Menschenrettung unter Atemschutz vor und achteten darauf, eine weitere Ausbreitung des Stoffes zu vermeiden.

Alle beteiligten arbeiteten dabei Hand in Hand zusammen. Nur durch das abgestimmte Zusammenwirken konnte dieses anspruchsvolle Übungszenario abgearbeitet werden.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Aufbau eines Kontaminationsnachweisplatzes mit klarer Schwarz-Weiß-Trennung, welcher den Ein- und Ausgang zum Gefahrenbereich darstellte.

Dort wurden die Kräfte kontrolliert, gereinigt und erst nach entsprechender Messkontrolle wieder in den sauberen Bereich entlassen. 

Im Verlauf der Übung wurden zwei Personen aus dem angenommen kontaminierten Bereich gerettet und der Dekontamination zugeführt. 

Gerade bei unklaren Stoffen, möglicher Kontamination und vermissten Personen kommt es darauf an, dass jede Teileinheit ihre Aufgabe kennt und die Zusammenarbeit reibungslos funktioniert.

Die 45 beteiligten Feuerwehrangehörigen konnten wertvolle Erfahrungen sammeln und die Abläufe innerhalb des Gefahrstoffzugs weiter festigen.

Technische Ertüchtigung der Sirenen in der VG Göllheim gestartet

Moderne digitale Warntechnik stärkt Bevölkerungsschutz

In der Verbandsgemeinde Göllheim hat die technische Ertüchtigung und schrittweise Umrüstung der bisherigen analogen Sirenen des Typs E57 auf moderne digitale Sirenentechnik begonnen. Mit dieser Investition wird ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung des Bevölkerungsschutzes sowie zur zuverlässigen Alarmierung der Feuerwehreinheiten in der VG geleistet.

Die Bedeutung funktionierender Warnsysteme ist in den vergangenen Jahren deutlich in den Fokus gerückt. Naturkatastrophen, Großbrände, Gefahrstoffunfälle oder Unwetterlagen haben gezeigt, wie wichtig eine schnelle und flächendeckende Warnung der Bevölkerung ist. Sirenen gelten dabei weiterhin als unverzichtbarer Bestandteil eines modernen Warnmittelmixes – insbesondere dann, wenn Mobilfunknetze gestört sind oder digitale Kommunikationswege ausfallen. 

Sirenen werden auch künftig eine wichtige Rückfallebene im Katastrophenschutz bleiben. 

Die bisher eingesetzten analogen Motorsirenen des Typs E57 stammen vielerorts noch aus früheren Jahrzehnten. Zwar erfüllten diese Anlagen lange zuverlässig ihren Zweck, doch die technische Entwicklung macht heute deutlich leistungsfähigere Systeme möglich. Die neuen digitalen Sirenen bieten zahlreiche Vorteile: Sie können gezielt angesteuert werden und verfügen künftig über eine Notstromversorgung. Auch unterschiedliche Alarm- und Entwarnungssignale lassen sich flexibel auslösen. 

Ein weiterer Vorteil der modernen Technik liegt in der verbesserten Einbindung in die digitale Infrastruktur des Brand- und

Katastrophenschutzes. Die Alarmierung erfolgt künftig über digitale Funktechnik und kann dadurch schneller, sicherer und zuverlässiger gesteuert werden. 

Gleichzeitig bleibt die Sirene ein wichtiges redundantes Warnmittel, falls Meldeempfänger, Mobiltelefone oder Apps aus technischen Gründen nicht funktionieren. Gerade in Krisensituationen zeigt sich, wie entscheidend mehrere unabhängige Warnwege sind. 

Auch für die Feuerwehren innerhalb der VG Göllheim bedeutet die Umrüstung einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft. Bereits seit einigen Jahren erfolgt die Alarmierung der Einsatzkräfte über digitale Meldeempfänger. Die Sirenen werden insbesondere bei größeren Schadenslagen oder besonderen Gefahrenlagen weiterhin zur Unterstützung eingesetzt. 

Mit der Modernisierung der Sireneninfra-struktur investiert die Verbandsgemeinde und der Donnersbergkreis nicht nur in zeitgemäße Technik, sondern vor allem in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Die neuen digitalen Sirenen tragen dazu bei, Warnungen schneller und zielgerichteter zu verbreiten sowie Einsatzkräfte im Ernstfall effizient zu alarmieren. Gleichzeitig wird die Widerstandsfähigkeit der kommunalen Gefahrenabwehr nachhaltig gestärkt.

Die technische Ertüchtigung der Anlagen wird in den kommenden Monaten schrittweise in den Ortsgemeinden umgesetzt. 

Während der Arbeiten kann es vereinzelt zu Probealarmierungen kommen, die der Überprüfung der neuen Systeme dienen. Die Verbandsgemeinde bittet hierfür um Verständnis.

Fortbildung für Feuerwehrangehörigen der Verbandsgemeinde Göllheim zu Sonder- und Wegerechten sowie dem Betreten von Wohnungen im Einsatzfall

Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Göllheim führte gemeinsam mit der Polizeiinspektion Kirchheimbolanden eine Fortbildungsveranstaltung zu rechtlichen Grundlagen im Feuerwehreinsatz durch. 

Ziel der Schulung war es, die Einsatzkräfte für wichtige rechtliche Fragestellungen im Einsatzalltag zu sensibilisieren und ihnen mehr Handlungssicherheit zu vermitteln.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Themen „Sonder- und Wegerechte“ sowie das „Betreten und Öffnen von Wohnungen im Rahmen eines Einsatzes“. Vertreter der Polizei erläuterten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausführlich die gesetzlichen Grundlagen und gingen dabei insbesondere auf praktische Einsatzsituationen ein, wie sie Feuerwehr und Polizei regelmäßig begegnen.

Es wurden auch die Unterschiede zwischen Sonderrechten und Wegerechten erklärt. Dabei wurde verdeutlicht, unter welchen Voraussetzungen Einsatzfahrzeuge von den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung abweichen dürfen und welche Verantwortung die Fahrzeugführer dabei tragen. Die Referenten machten deutlich, dass Sonderrechte zwar notwendige Maßnahmen zur schnellen Hilfeleistung ermöglichen, gleichzeitig jedoch stets mit besonderer Vorsicht und unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit angewendet werden müssen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Nutzung von Blaulicht und Martinshorn im Straßenverkehr. Anhand verschiedener Beispiele aus der Praxis wurde aufgezeigt, welche Rechte Einsatzkräfte besitzen und welche Pflichten weiterhin bestehen. 

Besonders hervorgehoben wurde, dass trotz Sonder- und Wegerechten die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer oberste Priorität hat.

Im zweiten Teil der Veranstaltung befassten sich die Teilnehmer mit dem rechtlich sensiblen Thema des Betretens von Wohnungen und Gebäuden im Einsatzfall. Die Polizei erläuterte hierbei die gesetzlichen Befugnisse der Feuerwehr, beispielsweise bei Gefahr im Verzug, ausgelösten Rauchwarnmeldern oder vermuteten hilflosen Personen hinter verschlossenen Türen. Ebenso wurde dargestellt, wann ein Betreten rechtlich zulässig ist und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen.

Anhand realitätsnaher Fallbeispiele wurden mögliche Einsatzlagen gemeinsam besprochen und bewertet. Die Teilnehmer hatten dabei die Gelegenheit, Fragen aus der Praxis einzubringen und Erfahrungen auszutauschen. 

Die enge Zusammenarbeit zwischen Polizei und Feuerwehr wurde hierbei besonders positiv hervorgehoben.

Der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Göllheim bedankt sich bei den Kollegen der Polizeiinspektion Kirchheimbolanden für die informative und praxisnahe Durchführung der Fortbildung. 

Solche gemeinsamen Veranstaltungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Aus- und Weiterbildung der Einsatzkräfte und stärken gleichzeitig die Zusammenarbeit der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.

Durch die vermittelten Inhalte konnten die Teilnehmer ihr Wissen im Bereich der rechtlichen Grundlagen erweitern und ihre Handlungssicherheit für zukünftige Einsätze weiter verbessern.

Gefahren von Wald- und Vegetationsbränden

Wald- und Vegetationsbrände gehören zu den größten Naturgefahren unserer Zeit. Sie zerstören nicht nur Wälder und Lebensräume vieler Tiere, sondern bedrohen auch Menschen, Häuser und wichtige Infrastruktur. Besonders in den vergangenen Jahren ist die Zahl solcher Brände deutlich gestiegen. Ursache dafür sind sowohl fahrlässiges Verhalten von Menschen als auch die Folgen des Klimawandels.

Viele Wald- und Vegetationsbrände entstehen durch menschliche Unachtsamkeit. Bereits eine weggeworfene Zigarette, ein nicht vollständig gelöschtes Lagerfeuer oder Funken von Fahrzeugen und Maschinen können trockene Pflanzen entzünden. Gerade in heißen Sommermonaten reichen oft schon kleine Zündquellen aus, damit sich ein Feuer rasend schnell ausbreitet. Auch Brandstiftung spielt immer wieder eine Rolle. Besonders gefährlich ist dabei, dass sich Feuer bei starkem Wind innerhalb kurzer Zeit auf große Flächen ausdehnen kann.

Für die Feuerwehren wird die Bekämpfung solcher Brände immer schwieriger. Extreme Hitze, dichter Rauch und schwer zugängliches Gelände erschweren die Löscharbeiten erheblich. Oft fehlt außerdem ausreichend Löschwasser, insbesondere in abgelegenen Waldgebieten. Hinzu kommt, dass sich Brände durch Wind ständig verändern und neue Glutnester entstehen. Feuerwehren müssen deshalb immer häufiger Spezialfahrzeuge, Tanklöschfahrzeuge oder sogar Hubschrauber einsetzen. Die Einsätze dauern oftmals viele Stunden oder sogar mehrere Tage.

Ein aktuelles Beispiel dafür war der große Vegetationsbrand bei Kaiserslautern im April 2026. Im Waldgebiet nahe der Autobahn A63 bei Mehlingen breitete sich das Feuer innerhalb kurzer Zeit massiv aus. Anfangs brannten etwa 2.000 Quadratmeter, doch durch starken Wind vergrößerte sich die Fläche schnell auf mehrere Hektar. Zahlreiche Feuerwehren, unter anderem aus der Verbandsgemeinde Göllheim und Winnweiler (Donnersbergkreis), waren im Einsatz, die Autobahn musste zeitweise vollständig gesperrt werden. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Nacht an. Besonders schwierig waren dabei die starke Rauchentwicklung, die große Hitze und die Versorgung mit Löschwasser. Dieses Beispiel zeigt deutlich, wie gefährlich Wald- und Vegetationsbrände geworden sind.

Um solche Katastrophen zu verhindern, ist ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur besonders wichtig. Gleichzeitig müssen Feuerwehren besser ausgestattet werden, um den steigenden Herausforderungen durch Trockenheit und Klimawandel begegnen zu können.

Erfolgreicher Atemschutzgeräteträger Lehrgang

Erfolgreich abgeschlossen haben diese Woche die Kameraden Timo Schmeiser und Sebastian Weber, aus der Feuerwehreinheit Einselthum und Marcus Braun, aus Weitersweiler, den Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger. 

Die Kreisausbildung wurde am Standort der Stützpunktfeuerwehr Winnweiler angeboten, die praktischen Ausbildungsabschnitte wurden auf der Atemschutzübungsstrecke in Eisenberg absolviert.

(Foto v.l.n.r. Timo Schmeiser, Sebastian Weber, Marcus Braun)

Wehrführerdienstbesprechung

In der Frühjahresdienstbesprechung der Wehrführer und Funktionsträger unserer Feuerwehr, konnten auch wieder Verpflichtungen, Bestellungen und Ernennungen vorgenommen werden. 

Die Dienstbesprechungen dienen in erster Linie der Bekanntgabe, aktueller Informationen und dem gemeinsamen Austausch zwischen Verbandsgemeindeverwaltung, Wehrleitung,  Wehrführern, sowie den Funktionsträgern aller Fachbereiche. Umso schöner, wenn die Veranstaltung durch ein kleines Rahmenprogramm abgerundet wird.

Verpflichtet für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr wurde Noah Bürcky, David Gabrisch, Jonas Molter, Kathrin Molter, Nelia Schneider und Anne Dilg. Alle werden nun die Feuerwehreinheiten ihrer Ortsgemeinde aktiv unterstützen.

Neben den Verpflichtungen konnte auch Jan Gaß (Feuerwehreinheit Standenbühl) zum stellvertretenden Leiter Atemschutz der Verbandsgemeinde Göllheim bestellt werden. Er wird gemeinsam mit Michael Strack (Feuerwehreinheit Albisheim) nun alles rund um das Thema Atemschutz und unsere Atemschutzgeräteträger verantworten. 

Nach Abschluss der erforderlichen Ausbildungen, wurde Andreas Pohlmann zum Gruppenführer bestellt und zum Wehrführer der Feuerwehreinheit Standenbühl ernannt. 

Die Wahl zum Wehrführer fand bereits 2024 statt, da zu dieser Zeit die erforderliche Ausbildung noch nicht vollständig abgeschlossen war, erfolgte hier nur die kommissarische Übernahme der Funktion.