Die Führungsunterstützung ist eine Facheinheit der Verbandsgemeinde Göllheim. Als standortübergreifende Komponente ist sie keiner einzelnen Feuerwehreinheit zugeordnet, sondern agiert verbandsgemeindeweit, um Einsatzleiter bei komplexen Einsatzlagen administrativ und koordinativ zu entlasten.
Aufgabenprofile und Kernkompetenzen
Der Fokus der Führungsunterstützung liegt auf der Entlastung der taktischen Führungsebene. Die Aufgaben gliedern sich in vier wesentliche Säulen:
- Kommunikation: Sicherstellung des Informationsflusses als zentrale Schnittstelle innerhalb der Feuerwehren der Verbandsgemeinde sowie zu externen Akteuren (Integrierte Leitstelle, Polizei, THW, Kommunalverwaltung, Fachfirmen und Presse).
- Organisation: Operativ-taktische Unterstützung des Einsatzleiters durch Ressourcenmanagement. Dies umfasst die Nachalarmierung von Einheiten, die Informationsbeschaffung sowie die Logistikplanung (z. B. Verpflegung und Verbrauchsgüter).
- Dokumentation: Rechtssichere und lückenlose Protokollierung des Einsatzgeschehens. Die Erstellung von Einsatztagebüchern dient der späteren Nachvollziehbarkeit aller getroffenen Entscheidungen und Ereignisse.
- Informationsmanagement: Funktion als zentrale Drehscheibe für einlaufende Datenströme aus verschiedenen Kanälen wie Funk, Telefon und E-Mail. Die Aufbereitung dieser Informationen bildet die Grundlage für fundierte Führungsentscheidungen.
Personelle Struktur und Verfügbarkeit
Die Führungsunterstützung greift auf einen Pool von 14 Einsatzkräften aus der gesamten Verbandsgemeinde zurück. Um eine größtmögliche Flexibilität zu erreichen, wird in der Ausbildung bewusst nicht zwischen FEZ- und Führungsstaffel-Personal unterschieden. Jedes Mitglied wird darauf geschult, im Ernstfall beide Aufgabenbereiche kompetent abzudecken.
Da die Mitglieder bei Alarmierungen in ihrem eigenen Ausrückebereich primär ihre jeweilige Heimatwehr verstärken, stellt die personelle Abdeckung der Führungsunterstützung eine ständige Herausforderung dar. Die Strategie, das Personal über das gesamte Verbandsgemeindegebiet zu verteilen, ist daher der gezielte Versuch, diese personellen Engpässe zu kompensieren. Ziel ist es, durch die einheitliche Ausbildung und die geografische Streuung die Verfügbarkeit dieser wichtigen Unterstützungseinheit bestmöglich sicherzustellen, auch wenn die Koordination in der Praxis hohe Anforderungen an die Flexibilität der Mitglieder stellt.
Leitung der Einheit
Für die Führung und Ausbildung der Facheinheit sind folgende Kameraden verantwortlich:
- Leiter der FüUnt: Andreas Burgey (Weitersweiler, IT-Projektleiter)
- Stellv. Leiter der FüUnt: Etienne Griebe (Rüssingen, Berufsfeuerwehrmann)

Operative Komponenten
Die Führungsunterstützung wird je nach Einsatzstichwort und Lage in zwei verschiedenen Stufen tätig:
Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ)
Die FEZ im Feuerwehrhaus Göllheim wird bei jedem Einsatz innerhalb der Verbandsgemeinde besetzt. Sie bildet die rückwärtige Führungsunterstützung.
- Funktion: Unterstützung des Einsatzleiters aus der Distanz.
- Aufgabenschwerpunkte: Koordination der Nachalarmierung, Abwicklung des Funkverkehrs und administrative Zuarbeit. Bei kleineren Einsatzlagen übernimmt die FEZ zudem Aufgaben, die bei Großlagen auf die Führungsstaffel vor Ort übergehen.
Führungsstaffel und Einsatzleitwagen (ELW)
Bei größeren Lagen oder Einsätzen in Zugstärke kommt die Führungsstaffel mit dem Einsatzleitwagen direkt an der Einsatzstelle zum Einsatz.
- Funktion: Direkte Unterstützung der Einsatzleitung vor Ort.
- Aufgabenschwerpunkte: Übernahme des Einsatzstellenfunks, Aufbau einer physischen Lagedarstellung, Dokumentation des Verlaufs sowie Aufrechterhaltung der Kommunikationswege zwischen den eingesetzten Abschnitten und der FEZ.
Durch diese zweigeteilte Struktur – die ortsfeste FEZ und die mobile Führungsstaffel – gewährleistet die Führungsunterstützung der VG Göllheim ein hohes Maß an Professionalität und Sicherheit im gesamten Einsatzspektrum.